Bäckerei Pawlik in Wilhelmsruh (Berlin-Pankow)

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Die Bäckerei und Konditorei R. Pawlik taucht bei top10berlin als Nr. 9 bei den Bäckern auf: top10berlin: Bäckerei und Konditorei Pawlik und so war ich gespannt, wie sie sich im Vergleich mit den kleinen Umlandbäckern schlägt.

Gekauft habe ich das übliche, Pfannkuchen und Spritzkuchen. Durch den anschließenden Fahrradtransport kam es aber leider zu leichten Quetschungen, weshalb man die Optik nicht so hoch ansetzen sollte:

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Ich fand beides etwas fettig. Beim Pfannkuchen störte es mich aber etwas mehr als beim Spritzkuchen. Beim Pfannkuchen überdeckte es komplett den Geschmack. Der Spritzkuchen ging aber noch.

Jetzt frage ich mich natürlich, ob ich wieder was bei Pawlik kaufen würde. Ich denke schon, denn irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, daß das alles ist, was die können und irgendwo muß ja auch diese Platzierung herkommen.

Bäckerei Tauer in Finow

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Die Bäckerei Tauer gehört zum Finower Stadtbild schon seit vielen Jahrzehnten und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als kleiner Junge vor dem Training schnell noch drei vier Schrippen oder auch mal einen Pfannkuchen dort kaufte und dann weiter stapfte.

Warum ich auf Grund der eigentlich ja guten Erinnerungen so lange fast schon einen Bogen um den kleinen Laden in der Eberswalder Str. 129 machte, kann ich mir nicht erklären.

Heute war es aber endlich so weit und da es noch keine Spritzkuchen gab, wählte ich zum Pfannkuchen einen Schürzkuchen.

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Was zuerst überraschte war der geringe Preis. Der Pfannkuchen kostete 0,85€ und der Schürzkuchen 0,75€. Wobei beide auch nicht riesig waren, aber eigentlich groß genug.

Was mir beim essen aber auffiel oder nicht auffiel war der Geschmack. Denn er fehlte etwas. Vielleicht hatte ich auch Vortagsware erhalten? Beide Stücke waren etwas langweilig und auch das Pflaumenmus schmeckte mir heute nicht so besonders.

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Beim Pfannkuchen fiel mir neben dem deutlichen Einstichloch für das Pflaumenmus noch der relativ feste Teig auf. Das führte dann dazu, dass das Pflaumenmus auch als großer Tropfen irgendwo mittendrin saß.

Irgendwie kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass das wirklich alles bei Tauers ist und so werde ich vielleicht nochmal hinfahren. Vielleicht gibt es dann ja auch einen Spritzkuchen. Mal sehen, vielleicht gibt es ein Update irgendwann. Aktuell würde ich die Bäckerei Tauer aber nicht empfehlen.

Ein Berliner mit und einer ohne

Wer die Heimat der Pfannkuchen verläßt, stößt auf wunderliche Dinge. Plötzlich kann man Hauptstädter bestellen und das, was wir als Eierkuchen kennen, heißt Pfannkuchen. Irgendwie eine verkehrte Welt. Aber egal, als ich jetzt in Hessen unterwegs war, verspürte ich in Biedenkopf den Wunsch nach einem Stück Kuchen und traf auf Schäfers Backstuben in der Nähe des Bahnhofs.

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Schäfers Backstube in Biedenkopf machte einen guten Eindruck. Freundliches Personal und sitzen könnte man da auch ganz gut. Und halbwegs voll war es auch und alle schienen sich zu kennen. Und weil das hier nicht die Heimat der Pfannkuchen ist, gab es auch keine zu kaufen. Die Teile hier heißen Berliner und es gibt sie mit Himbeermarmelade und als ganz neue Besonderheit auch ohne alles. Und immer gibt es statt Zuckerguß einfache Zuckerkrümel rüber gestreut. Ich nahm von jedem ein Stück, da mich der andere Kuchen nicht so interessierte.

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Geschmacklich war allerdings beides ganz gut. Der Teig locker aber nicht zu locker und auch nicht trocken. Die Marmelade war als süßer Klecks irgendwo an den Rand gerutscht und so war der Unterschied zwischen beiden nicht so groß. Mich nervte allerdings der Zucker etwas, da er sich schnell überall hin verteilte. Ich würde sie also durchaus wieder kaufen, aber trotzdem geht nichts über Zuckerguss und Pflaumenmus.

Bäckerei Dummer in Falkenthal (OHV)

Heute hielt ich bei der kleinen Bäckerei Dummer in Falkenthal südlich von Zehdenick. Zur Wahl stand eine gute Auswahl an Kuchen, Brot und Brötchen. Ich wählte natürlich einen Pfannkuchen. Spritzkuchen gibt es eigentlich auch, aber heute gab es noch keine frischen und so nahm ich stattdessen einen Kameruner, die woanders auch Schürzkuchen oder Krapfen genannt werden.

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Als kleine Besonderheit hat der Pfannkuchen mit Pflaumenmus noch ein paar Striche Schokoglasur auf dem Zuckerguss. Der Teig war locker, schmeckte auch ganz gut. Nach meinem Geschmack war er aber etwas trocken. Insgesamt aber ok.

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Beim Kameruner fällt zuerst seine Größe auf. Die Größe bedeutet aber nicht, dass er auch besonders schwer ist. Vielmehr ist der Kameruner sehr luftig. Der Zucker ist gleichmäßig verteilt, er hat eine leichte Kruste und auch der Geschmack war gut.

Obwohl beide Stücken also ganz gut geschmeckt haben und auch gut aussahen, würde ich keine Höchstnote vergeben wollen. Mir war beides etwas zu locker. Kaum hatte ich den letzten Bissen herunter geschluckt, war die Erinnerung auch schon am verblassen. Und naja, mit 1,10 EURO je Stück war es für die Region auch etwas teuer. Wenn ich aber wieder mal nach Falkenthal komme, würde ich trotzdem durchaus anhalten, extra einen Umweg fahren aber nicht.

Bäckerei Dreißig in Guben

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Heute hat es mich nach Guben verschlagen und als ich Hunger verspürte, war da plötzlich die Bäckerei Dreißig. Das Geschäft machte schon von außen einen sehr guten Eindruck, das setzte sich innen fort. Die Bedienung war sehr freundlich. Und auch die Preise waren sehr günstig, liegt es an der Nähe zu Polen?

Ich wählte einen Pfannkuchen und einen Spritzkuchen, dazu ein Croissant und zwei Schrippen. Mit einer Schrippe und dem Croissant ging es los. Die Schrippe war mir fast schon etwas zu knusprig, ich krümelte stark vor mich hin. Beim Croissant wünscht sich manch einer den Teig vielleicht etwas blättriger, ich fand es so aber genau richtig und der Teig schmeckte sehr gut.

Zum Mittag kamen dann Pfannkuchen und Spritzkuchen dran. Der Pfannkuchen schmeckte sehr gut, bemängeln könnte man vielleicht den relativ spröden Zuckerguss und dass der Teig etwas kleinporig war, vielleicht war deshalb das Pflaumenmus als großer Klecks mittendrin? Aber egal, insgesamt paßte alles gut zusammen. Der Spritzkuchen fiel da leider etwas zurück, er war vom Geschmack etwas nichtssagend. Irgendwie durchgebacken, trotzdem außen fettig glänzend. Schade.

Ansonsten fällt natürlich auf, dass es kein Eberswalder Spritzkuchen ist, denn dafür passt die Form nicht. Ein befreundeter Bäckermeister erklärte mir mal, dass man den echten Eberswalder Spritzkuchen daran erkennt, dass er aus zwei übereinander liegenden Kringeln besteht. Dieser hier hat nur einen Kringel und dazu Queerriffeln, paßt also nicht.