Vergleich Kontrastumfang

Im letzten Artikel hatte ich kurz zu Farbverschiebungen zwischen Kameras von Sony und Canon geschrieben, hier soll es kurz um subjektive Eindrücke vom unterschiedlichen Kontrastumfang der Bilder von SONY NEX3, Canon Powershot S95 und Powershot G12 gehen. Exemplarisch weitere Bilder:

Für mich ist deutlich zu sehen, daß die Nex 3-Bilder über einen größeren Dynamikbereich verfügen, die leichte Grüngelbverschiebung bleibt aber.

Bei den Canons sehe ich kaum eine Unterschied, der Sinn einer Mehrausgabe für die G12 scheint mir fraglich.

Systemvergleich

In den letzten Tagen hatte ich Dank der Hilfe des Pixelsammlers die Möglichkeit die Sony NEX 3 im Vergleich zu etwas kompakteren Canon-Kameras (Powershot S95 und Powershot G12) zu testen. Dabei fiel mir als erstes der Farbunterschied zwischen der Sony und den Canons auf. Die NEX3-Bilder sehen alleine betrachtet nicht schlecht aus, das Grün hat viele Nuancen und wirkt freundlich. Wenn man allerdings vor Ort war und auch im Vergleich zur S95 wirken sie irgendwie künstlich.

Auf die Wiedergabe der G12-Bilder habe ich hier verzichtet, da sie sich von den S95-Bildern nicht wirklich unterschieden

3 Reiseberichte

In den letzten Wochen habe ich drei Bücher gelesen, die alle irgendwie Reisebrichte darstellen, aber doch unterschiedlicher kaum sein könnten.

Zunächst las ich
Andreas Altmann: Im Land der Regenbogenschlange – Unterwegs in Australien (Dumont – ISBN 978-3-8321-8053-9)
Der Autor begegnet auf seinem Weg durch Australien vielen Menschen, davon einigen mehr vom Rand der Gesellschaft stammenden und kann dadurch auch viele interessante Geschichten erzählen, die in normalen Reiseführern oder wohl auch Büchern über Australien eher nicht vorkommen würden.

Das Buch leidet aber sehr darunter, daß Altmann ständig betont, daß er vor allem unterwegs ist, weil sein Verlag ihm Geld dafür gibt und dadurch den Lesefluß immer massiv unterbicht.

Bei dem Buch Freelander handelt es sich eigentlich nicht um einen richtigen Reisebericht, vielmehr wir die Reise von einem Ort zum anderen genutzt, um tief in die Seele und jüngere Geschichte des Balkans einzutauchen bzw. in die Gedanken eines älteren Mannes, der die Zeit vom 2. Weltkrieg bis heute und die dazugehörigen Veränderungen erlebt hat.

Ca. in der Mitte des Buches mußte ich es aber weglegen, weil es mir immer absurder vorkam, solche Gedanken zu haben … nach einem viertel Jahr las ich weiter, die Geschichte wurde nicht weniger verworren, kam am Ende aber zu einem unverhofften Abschluß. Und der alte Volvo, ja der spielte auch eine tragende Rolle bei der Erzählung.

Miljenko Jergovic: Freelander (Schöffling & Co. – ISBN 978-3-89561-393-7)

update: Das Buch ist übrigens der zweite Teil der Autotrilogie von Miljenko Jergovic – der letzte Teil heißt Wolga, Wolga und ist in diesem Sommer erschienen.

Das Highlight unter meinen Sommerreisebüchern ist aber das Buch: Auf dem Pamir von Okmir Agachanjanz – Aufzeichnungen eines Geobotanikers

Das Buch ist eine Zusammenfassung von Reiseberichten aus 2 Jahrzehnten Pamirforschung und führt uns zurück in eine Zeit, als die Sowjetunion ein Land des Aufbruchs war und die Region rund um den Pamir noch kaum erschlossen war.

Bei mir weckte es wieder die Sehnsucht, diese Landschaft zu besuchen.

Da das Buch 1980 durch den Verlag Progreß Moskau / Brockhaus Leipzig verlegt wurde, dürfte es nur noch im Antiquariat zu finden sein. Wer sich für die Region interessiert, sollte unbedingt zuschlagen, wenn er das Buch einmal irgendwo sieht.

Systemvergleich

Ende des letzten Jahres kaufte ich als Ersatz für den vor einiger Zeit zerlegten Fotostein eine neue kompakte Kamera. Dabei entschied ich mich gegen die Canon PowerShot G11 und auch die Panasonic Lumix DMC-LX5 weil die S95 bei ähnlichen Grundeigenschaften eine wesentlich geringere Größe aufwies und zudem noch günstiger in der Anschaffung war.

Nach einem knappen halben Jahr in der Nutzung nun ein erstes Fazit, daß auf Grund meiner Erfahrungen mit einer inzwischen 5 Jahre alten Canon EOS 350D erfolgt und auch im Rückblick auf den Fotostein.

Pro:
+ geringe Baugröße
+ einfache Bedienung
+ schnelle Funktion (an/aus, Auslöseverzögerung)
+ gute Akkulaufzeit (300 – 500 Bilder)
+ gute Videoqualität (auch Ton, bei Automatikbetrieb)
+ Bildstabilisator
+ heoretisch auch die große Anfangsöffnung, wobei davon in der Praxis wenig zu merken ist

Contra
– geringer Kontrastumfang
– zu großer Fokussierungsabstand (auch im Makromodus)
– Bildstabilisierung
– im Videomodus Zoom nicht möglich
– Bilder nicht bis zum letzten Pixel scharf
– etwas wenig Weitwinkel

Zum Abschluß zwei Vergleichsbilder, zuerst die 350D, dann die S95. Beide Bilder sind 1:1 Ausschnitte von Bildern mit maximaler Auflösung, 350D war ein RAW-Bild, mit Picasa „entwickelt“, S95 ein jpg.

Perfekt ist die 350D auch nicht, aber nach 5 Jahren hätte ich doch etwas mehr Entwicklung erwartet. Enttäuschend bei der S95 ist vor allem, der (auf diesem Bild nicht so zu erkennende) geringere Kontrastumfang und vor allem der große minimale Fokussierungsabstand.

Für die Auswahl des Modells hat mir dkamera ganz gut geholfen, auch wenn die S95 dort nicht getestet war.