fotografieren mit dem Meilenstein

Seit einigen Monaten nutze ich jetzt das Motorola Milestone und ich finde in vielerlei Hinsicht schon, daß es ein Meilenstein ist. Als eine große Ausnahme in dieser Beziehung sehe ich jedoch die eingebaute Kamera. Diese hat angeblich zwar 5 Megapixel, so richtig funktionieren tut das ganze aber mit der original-Kamera-Funktion nur hinreichend gut. Zum einen ist die Auslösegeschwindigkeit gering und dabei gibt es noch einen tollen Auslöseton, der nicht abzustellen ist, zum anderen ist aber auch die Qualität der einzelnen Bilder nur bei optimalen Bedingungen als ausreichend zu bezeichnen.

Statt der original-Kamerafunktion des Milestone können auch verschiedene Apps benutzt werden. Getestet habe ich bisher die folgenden:
– Camera Magic
– Camera360
– FxCamera
– Retro Camera

Richtig zufrieden bin ich allerdings nur mit retrocamera.

Camera360 nervt mit einer regelmäßigen Bezahleinblendung am Beginn. Camera360 bietet dann zwar eine Menge von Optionen, aber der Sinn vieler dieser Spielereien ergibt sich erst, wenn der Bildchip der Kamera richtig was taugt und verglichen mit meiner fast 5 Jahre alten DSLR taugt er einfach überhaupt nichts.

Camera Magic funktionierte zuerst, stürzt jetzt aber regelmäßig beim Starten ab (und brachte auch keinen wirklichen Vorteil zur Kamera-App außer ein Paar Spezialfiltern) und FxCamera bietet auch nur ein Paar weitere Filter, macht dabei aber weniger Spaß als Retro Camera.

Die Filter / Effekte von Retro Camera dagegen gefallen mir nachwievor und bei den eingesetzten Effekten stört auch die insgesamt schlechte Qualität des Bildchips wenig.

Das folgende Bild ist auch wieder mit Retro Camera aufgenommen und zeigt ein Paar Fjordsegler in der Abendflaute. Es wurde mit dem Pinhole-Filter aufgenommen.

Retro Camera Update

Vor kurzem hatte ich über erste Erfahrungen mit der Android-App Retro Camera berichtet und mich insbesondere über die lange Rechenzeit beschwert, nachdem ein Bild aufgenommen wurde. Das hat sich mit dem letzten Update massiv verbessert und es dauert nur noch in etwa so lange wie mit der original-Kamera-Applikation.

Hier noch ein Bild von heute morgen, angesichts des derzeit so grauen Himmels mag man kaum glauben, daß heute morgen die Sonne schien.

Retro Camera für Android

Mein lieber Pixelsammler ist immer wieder Ideengeber bei photographischen Spielereien für mich und daher war mir sein Posting über die Eierfone-Anwendung Hipstamatic Anregung, ähnliches für Android zu suchen. Ich stieß dabei auf Retro Camera, was u.a. auch hier (Retro Camera Android App Has Yet More Grainy Effects to Sample) erwähnt wird und nette Retroeffekte auf die Bilder sowohl in schwarz-weiß als auch in bunt zaubert. Ein Ergebnis kann z.B. so aussehen:


(Berlin Pankow, S-Bahnhof, Brücke über die Berliner Straße mit Baustelle)

Was mich aber an der Anwednung störte, war die geringe „Entwicklungsgeschwindigkeit“ für die Bilder – es taugt nicht für Schnappschüsse und nervt, ansonsten fand ich es ganz gelungen.

Fotostein zerlegt

Vor einiger Zeit hatte mein Fotostein leider das zeitliche gesegnet und kann jetzt keinen Beitrag mehr zur Datenerzeugung liefern. Auf Grund des hohen Alters und des damals auch relativ geringen Preises verzichtete ich auf den Versuch, die Kamera professionell reparieren zu lassen und demontierte sie lieber, um der Ursache für das mechanische Versagen selber auf die Spur zu kommen.

Kaputt waren die 3 Teile rechts unten. Bei dem Zahnrad fehlte ein Zahn und die anderen beiden sind eigentlich eins und gehörten zum Fokussiermechanismus der Kamera. Erstaunlich fand ich bei der Demontage, daß trotz aller Steck- und Klammertechniken immer noch so viele Schrauben drin waren und daß ein Teil des Gehäuses sogar aus Blech war.

Bye bye Canon Powershot A85 – es war insgesamt doch eine schöne Zeit, obwohl die Bildqualität bei schlechterem Licht eher unterirdisch war. Als die Kamera im Sommer 2005 neu war, hatte ich meine Eindrücke zu dem Teil zusammengefaßt und dabei auch die Unterschiede zur Vorgängerin A70: Canon Powershot A85 Report

Wenn irgendwer die Teile haben will, einfach melden, sonst landen sie irgendwann im Müll.

850 vs C30

Der C30 ist eigentlich die herausragendste Neuheit, die Volvo in den letzten Jahren auf den Markt gebracht hat. Zum einen rundet dieses Modell die Palette nach unten ab, zum anderen begibt sich Volvo damit aber in das Haifischbecken der sogenannten Golfklasse, in der auch Audi A3 und 1er BMW wildern.

Über Design kann man streiten und so ist es gerade auch beim C30, daß die Leute ihn wohl entweder lieben oder ignorieren. Der C30 tritt ein interesantes Erbe an, denn er beerbt nur indirekt den „Schneewittchensarg“ (Volvo P1800 ES), viel eher beerbt er den Volvo 480, der von 1985 bis 1995 produziert wurde und der bei Volvo für den Übergang zum Frontantrieb stand.

Von beiden Modellen gibt es nicht mehr viele Exemplare auf unseren Straßen und so steht der C30 mit seinem Design im Endeffekt doch sehr einsam da. Über das Design muß ich nicht streiten, ich finde es insgesamt gelungen, auch wenn mir am Heck die riesigen Leuchten mißfallen und ich die Heckklappe etwas klein finde.

Nachdem das Auto nun schon eine Weile bei den Händlern steht und auch auf den Straßen fährt, war ich froh, es für zwei Tage als Austauschwagen für mein Altmetall zu erhalten und so einmal entspannt probefahren zu können.

Die eigene Designlinie zieht sich im Innenraum weiter, was für den Fahrer ja auch noch wichtiger ist, als das Außendesign. Denn innen lebt man. Besonders gefällt mir hier die schwebende Mittelkonsole, die der aus dem V50 gleicht und inzwischen zum Standard aller neuen Volvos geworden ist. Was mir nicht so gefiel war die rechte Seite des Cockpits, der Beifahrer schaut auf eine ziemlich langweilige Landschaft.

Weiter fällt auf, daß es enger zugeht als im 850. Vor allem in der Breite fehlen Zentimeter und sogar der Sitz scheint schmaler zu sein. Die Ohren drücken etwas in die Seiten, vermitteln dadurch aber ordentlichen Seitenhalt. Und der Handbremshebel ist etwas dicht an der Mittelkonsole und irgendwie etwas im Weg. Die Einstellmöglichkeiten für den Fahrersitz sind gut zu finden und Lob verdient auch der weite Einstellbereich des Lenkrades. Ich finde schnell eine entspannte Sitzposition.

Spannend wird es als der Motor angeht. Ich habe den kleinen Diesel mit 1,6 Liter und gut 100 PS bekommen. Der Motor springt sehr willig an. Allerdings fällt er auch sofort durch ordentlichen Dieselsound auf.

Beim Fahren zeigt er sich durchaus drehfreudig, es gibt jedoch ein deutliches Leistungsloch unterhalb von 1.500 U/min. Dies führt leider dazu, daß in der Stadt häufig geschaltet werden muß. Auf Landstraßen ist das Getriebe gut ausgelegt, da der Motor auch im 5. Gang noch ansprechend durchzieht. Insgesamt muß der Motor für zügiges Vorankommen aber doch getreten werden.

Bei vielen Fahrzeugtests wurde bemängelt, daß das Fahrwerk die letzte Knackigkeit vermissen läßt. Das mag bei perfekt glatten Straßen vielleicht relevant sein, aber bei unseren doch sehr buckeligen Straßen fand ich es teilweise fast schon zu hart. Gerade im Vergleich mit meinem 850 war es doch eher schuckeln als schaukeln und somit nicht ganz so bequem. Allerdings ist in Kurven die etwas größere Härte durchaus von Vorteil. Der C30 wankt viel weniger als der 850.

Fazit
Ich finde, daß der C30 ein sehr gelungenes Auto ist. Die Stärken sind sicher das Design, die Sitzposition und die Straßenlage. Auch der Kofferraum ist ordentlich, wenn die Sitze umgelegt sind und das Gepäck durch die Luke gepaßt hat. Die umgelegten Rücklehnen lassen sogar einen fast ebenen Boden entstehen. Dazu gefielen mir auch die schweren großen Türen, die das Coupe-Feeling verstärken.

Weniger gefielen mir der Motor und der sonstige recht leblose Eindruck. Aber das liegt wohl daran, daß das Auto noch sehr neu ist. Und warum muß ich die hinteren Kopfstützen demontieren, wenn ich die Sitzlehnen umlegen will? Und wo packe ich die dann hin?

Als ich wieder in den 850 zurück wechselte hatte ich zuerst das Gefühl, mit einer abgeranzten Couch zu reisen. Aber spätestens nachdem ich den 5-Zylinder gestartet hatte und die ersten Meter gerollt war, wußte ich, daß ich derzeit dochnoch kein neues Auto brauche und hoffe, daß er noch eine Weile rollt.