SWANS: The Glowing Man

Michael Gira ist ein Meister des Erschaffens von durchgängigem Sound aber auch ein Meister beim Zerstören von Sounds.

Früher ging es Michael Gira vor allem um das Zerstören von Tönen oder Sounds, was z.B. beim Live-Album Filth gut zu hören ist, das für mich an der Grenze des Erträglichen war. Später ging es dann mehr um das Erschaffen von durchgehenden Sounds, was vor allem bei den zusammen mit Jarboe eingespielten Scheiben zu hören war, wo eigentlich von Platte zu Platte der durchgängige dunkle Sound immer mehr ausgeprägt wurde. Irgendwann ging es dann aber nicht mehr weiter und The SWANS were dead.

Nach einer längeren Pause fand Mister Gira aber einen neuen Anlauf und es wurden im letzten Jahrzehnt insgesamt 4 Langspieler produziert.

Mit The Glowing Man hat Michael Gira einen krönenden Abschluss dieser Phase der SWANS geschaffen. Ähnlich wie bei den Vorgängern entfaltet er auch hier seinen hypnotisch langsamen und dunklen Sound. Zerstört ihn manches Mal auch. Findet dann aber doch wieder zurück, ehe es nervt.

Das war bei den Vorgängern noch anders. Sie enthielten richtige Perlen aber auch richtige Nerver, bei denen ich regelmäßig vorspule. Bei To Be Kind fällt mir spontan Oxygen bei The Seer 93 Ave. Blues und Apostate ein und etwas lang fand ich z.B. To Be Kind: Bring the sun Tousaaint L’Ouverture.

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